PESCATORE Ferdinand

(1884 - 1966)
Mertert

Ferdinand PESCATORE was born in Mertert; he was the youngest child of Antoine Dominique PESCATORE and Anne Catherine FELTZ.
An obituary published in the local press in 1966 provides the following details of his professional career:

Herr Ferdinand Pescatore Ingenieur seiner Vorbildung nach, dreißig Jahre lang Dozent an den Technischen Oberkursen, die seit einigen Jahren endlich legal in das Unterrichtssystem unseres Landes eingebaut sind. Geboren war er im Schloß Mertert, am 17. Juli 1884. Sein Vater war der bekannte Industrielle und Bankmann Anton Pescatore seine Mutter Anna Feltz aus dem lothringischen Städtchen Sierck. Acht Kinder sind aus dieser Ehe hervorgegangen, von denen Ferdinand der jüngste war. Der Vater war Abgeordneter, verschiedene Jahre Vizepräsident der Kammer, Herr über ein ansehnliches Vermögen, freigebig in Schenkungen und Stiftungen vornehmlich religiösen Charakters, so lange seine Finanzlage nicht durch bedeutende Rückschläge verschlechtert worden war.
Ausgezeichnet durch eine vielseitige Begabung wurde der junge Ferdinand zur Ausbildung an die Industrieschule geschickt, wodurch seine Berufswahl in etwa vorgezeichnet war in Richtung auf das Technische. Das entsprach wohl der vorherrschenden Einstellung und Betätigung der Familie, aber vielleicht weniger der Veranlagung des Jungen, die, wie sich später bestätigen sollte, mehr auf Humanismus und Geisteswissenschaft ausgerichtet war. Immerhin betrieb er acht Semester Ingenieurstudien an der Technischen Hochschule in Hannover und ging dann, etwas voreilig, in die Praxis über, arbeitete zeitweilig in Deutschland, in Hannover selbst, in Berlin, sodann in der von seinem Bruder Theodor errichteten Automobilfabrik in Lüttich. Der Ausbruch des Krieges 1914 führte ihn für eine Zeit nach Luxemburg zurück, von wo er aber dann sich nach England absetzte. Dort war er bei seinem Schwager Henry Tudor, dem Akkumulatoren-Erfinder, und in ähnlichen, die Automobilkonstruktion interessierenden Werken beschäftigt, bis er mit Kriegsende 1918 nach der Heimat zurückkehren konnte. Um sich eine dauerhafte Lebensstellung zu verschaffen, erstrebte und erhielt der Wandermüde 1919 eine Lehrstelle an den damaligen Technischen Oberkursen, die er bis zur Altersgrenze im Jahre 1949 ausfüllte, wobei er zeitweilig, im Jahre 1945, den Posten eines interimistischen Direktors übernahm. …

Ferdinand PESCATORE died on 10 October 1966 in Luxembourg-city.

FamilySearch database (G77F-QKN)

Title Uploaded Information
Biography 29/03/2026
Patents Listing 29/03/2026 LU18023, LU18766
Patents Details 29/03/2026
Addendum 29/03/2026

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Last modified on March 29, 2026